Wanderung auf dem „Salzweg“ bei Storkow

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Der Rundwanderweg Wanderung auf demSalzweg“ bei Storkow ist ca. 8,5 km lang und führt teilweise über die seltenen Salzwiesen, und auch durch den Ort Philadelphia.

Ein Aussichtsturm auf der zweiten Hälfte des Weges bietet auf 8 m Höhe einen Blick auf den Schaplowsee. 

Die breiten Wege sind auch für Familien mit Kinderwagen geeignet. Allerdings ist auf der Landstraße „Aufpassen“ angesagt.

Eine sehr gute Ausschilderung der Strecke sorgt für eine leichte Orientierung.

Start/Ziel: Parkplatz an der Burg Storkow

Storkow und seine Burg

Die heutige Stadt Storkow wurde erstmals Anfang des 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und ist damit sogar älter als Berlin. Sie war um 1200 die bedeutendste Siedlung in der Region. Die Burg Storkow wurde wohl Mitte des 12. Jahrhunderts als Niederungsburg an der Stelle einer alten Slawenburg errichtet. Verwüstungen im 30-jährigen Krieg und diverse Großbrände im Laufe der Jahrhunderte, bis in die jüngste Zeit hinein,  prägen nach den Wiederaufbauten das heutige Bild. Bei unserem Besuch sind wir auf die Rundwanderung „Salzweg“ gestoßen und haben uns gleich auf den Weg gemacht. Parken kann man gut auf dem Parkplatz direkt an der Burg, am Bahnhof oder in den Nebenstraßen. Wer mit der DB anreist kann gleich am Bahnhof starten, da der Wanderweg dort direkt vorbei führt. 

Warum Salzweg?

Die Wanderung ist den europaweit sehr seltenen Salzwiesen gewidmet, die sich nordwestlich von Storkow befinden. Zugegeben, geht der Salzweg nur in der ersten Hälfte über die Wiesen. Aber es lohnt sich, genauer hinzusehen, kann man doch bedrohte Tierarten und auch botanische Kostbarkeiten (lt. Stadt Storkow) entdecken. Zumindest trifft man auf Pflanzen wie den Strand-Dreizack oder die Salzbinse, welche eher an der Ostsee zu finden sind. Die Stadt Storkow hat für mehrere Infotafeln gesorgt, die unterwegs viel Informationen für den interessierten Wanderer bereit halten. Im Übrigen ist der Weg sehr gut ausgeschildert, die Wegmarke ist ein gelber Punkt auf weißem Quadrat.

Minister buddeln und ein neuer Regenwald entsteht

Unsere Wanderung führt nach den Salzwiesen an einem besonderen Garten vorbei. Hier haben, auf Einladung des brandenburgischen Umweltministers anlässlich der 88. Umweltkonferenz, die Umweltminister der Bundesländer jeweils einen landestypischen Apfelbaum aus ihrer Heimat gepflanzt und so für eine neue Streuobstwiese gesorgt. Eine schöne Aktion, die im Übrigen weiterlebt. Es können weiter Apfelbäume gepflanzt werden. Der Verein „Äpfel und Konsorten e.V.“ berichtet auf ihrer Webseite über laufende und anstehende Projekte – Info siehe unten. 

Weiher in Philadelphia

Zu Fuß nach Philadelphia

Vorbei an Luchwiesen und kleinen Weihern geht es nun durch den Wald. An den Gebäuden der Freiwilligen Feuerwehr biegen wir links auf die Hauptstraße von Philadelphia und laufen durch den Ort. Der Ortsname stammt von auswanderungswilligen Einwohnern (Kolonnisten). Der eigentliche Name der Ortschaft lautete Hammelstall und wurde schon im 18. Jahrhundert nach der amerikanischen Stadt im Bundesstaat Pennsylvania benannt. An der Hauptstraße liegt ein kleiner Weiher, an dem eine Pause mit Badeeinheit gemacht werden kann.

Weiher in Philadelphia
Wegweiser nach Philadelphia

Groß Schauen

Aus dem Ort raus geht es weiter bis zur nächsten Kreuzung und wir überqueren die Landstraße „Kolberger Chaussee“ und biegen in die Philadelphiaer Straße ein. Hier müssen wir nun noch einmal 900 m auf der Landstraße laufen, es ist aber eine eher weniger befahrene Straße. Vorbei an Obstbäumen kommen wir im nächsten Ort – Groß Schauen – an. Auch hier hat es viel Geschichte gegeben. Erwähnenswert ist aber auch die in der Nähe befindliche Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen. „Naturschutz als positive Lebensphilosophie“ ist der Leitsatz der Heinz-Sielmann-Stiftung, welche die neue Landschaft geschaffen hat. Wie ich finde, eine bemerkenswerte Initiative, die jegliche Unterstützung braucht.

Philadelphiaer Straße Salzweg bei Storkow
Salzweg bei Storkow

Weitblick auf 8 Meter Höhe

In Groß Schauen geht es dann links ab in den Schaplower Weg, vorbei am Friedhof. Auf einem Plattenweg kommt man am 8 m hohen Aussichtsturm und an alten Bäumen entlang. Die Aussichtsplattform bietet einen guten Rundblick bis hin zum Schaplowsee und Groß Schauener See.  Das letzte Stück Rundweg auf dem „Salzweg“ bei Storkow bringt uns wieder in die Stadt zurück und hin zum Ausgangspunkt, der Burg Storkow.

Schaplower Weg

Ein abwechslungsreicher Weg geht zu Ende kann mit dem Besuch der Burg Storkow gut kombiniert werden. In der Stadt ist auch die Schleuse mit der historischen Klappbrücke sehenswert. Auf jeden Fall gibt es in der Nähe leckeres Eis und noch einiges mehr an Gastronomie. 

Nahe bei Storkow befindet sich der Irrgarten „Irrlandia“ und die Wanderdüne „Bugker Sahara“. Man kann also den Tag gut füllen oder vielleicht sogar über Nacht bleiben und noch mehr unternehmen.

Meine Meinung zur
Wanderung auf dem "Salzweg" bei Storkow

Positives

– abwechselnde Landschaften

– leicht zu laufende Wege

– für Familien geeignet – auch mit Kinderwagen

– sehr gute Wegmarkierung vorhanden

– Infotafeln zur Landschaft

– Möglichkeiten für ein Picknick

– Badestelle in Philadelphia

– Aussichtsturm mit Blick auf den See

– in der Stadt reichlich Geschichte

– nicht überlaufen

– Start und Ziel gleiche Stelle

– Parkplätze vorhanden

– zu jeder Jahreszeit möglich

– GPS oder Karte ist nicht notwendig

– EINFACH WANDERN

Kritik

– keine Gastronomie unterwegs

– der Seeblick vom Turm hält sich in Grenzen

– längere gerade Strecken durch die Orte

– längere Strecke (900 m) direkt an der Straße ohne Gehweg

 

Meine Empfehlung: 4 / 5
4/5

Links zu Infos

Anfahrt / Koordinaten

Deutsche Bahn – RB 36 

ab Königs Wusterhausen

Bus 435 ab Fürstenwalde

52°15’13.5″N 13°55’59.7″E 52.253760, 13.933255

///kanone.tonart.halben

Deine Meinung ist mir wichtig, daher freue ich mich über einen Kommentar, insbesondere über die Wanderung auf dem „Salzweg“ bei Storkow. Vielleicht kennst Du den Rundweg schon, oder kommst nach der Wanderung wieder hier vorbei und teilst mit uns Deine Erlebnisse. 

Vielen Dank! 

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